Warum die Rams die Revanche für sich entscheiden werden.

NFC Championship 2019
Rams vs Saints

Am Sonntag um 21:05 Uhr deutscher Zeit geht es um die Wurst. Oder besser gesagt um den Einzug in den Superbowl 53.

Die zwei besten Teams der NFC aus der regulären Saison treffen aufeinander. Die Los Angeles Rams konnten sich letzte Woche gegen die Dallas Cowboys durchsetzen und die New Orleans Saints haben den heiligen Foles gestürzt. Nun gibt es das Rematch der Woche 9 in New Orleans.

Während die Rams seit der Saison 2001/2002 (gegen die Eagles) nicht mehr in der Conference Championship standen und gegen die Patriots im Superbowl verloren, standen die Saints das letzte Mal in der Saison 2009/2010 in der Conference Championship (gegen die Vikings) und gewannen den Superbowl gegen die Colts.

Brechen wir die Teams einmal runter und sehen uns an, warum ich glaube, dass die Rams eine sehr gute Chance haben, in den Superbowl einzuziehen

Regular Season

Los Angeles Rams (13-3)

Die Saison der Rams begann mit dem Traum aller Fans. Einen Raketenstart mit ganzen acht gewonnenen Spielen. Und dann? Ja dann kamen die Saints. Zu diesem Zeitpunkt waren Greg Zuerlein und Aqib Talib verletzt. Peters hat sich vorführen lassen und Gurley kam nicht in den Tritt. Lediglich 92 Rushing Yards wurden durch NO zugelassen und wir verloren mit 35 zu 45 gegen den Gastgeber.

Danach ging es weiter mit den Seahawks und dem historischen Monday Night Spiel gegen die Chiefs. Hier zeigten wir, dass Gurley nicht der einzige Faktor in unserem Team ist. Obwohl dieser mit Knieproblemen sich zurückhalten musste und auch in diesem Spiel lediglich 76 Rushing Yards der Rams erobert wurden, konnte man hier das Shootout für sich entscheiden. In diesem Spiel wurde ein Rekord nach dem anderen gebrochen.

Und damit retteten wir uns angeschlagen in die Byeweek und ein Glaubenskrieg unter den Fans brach danach aus. Nach einem anstrengenden Spiel gegen die Lions und zwei Niederlagen in Folge gegen die Bears und Eagles fingen die ersten Fans mit dem Zweifeln an, ob wir vielleicht doch nur einen guten Lauf hatten. Auch der anschließende deutliche Sieg gegen die Cardinals und die 9ers konnte hier zwar die Laune etwas heben, lies aber den Beigeschmack einfach nicht vergehen.

New Orleans Saint (13-3)

Auch die Saints spielten eine hervorragende Saison. Nach einer schmerzhaften Niederlage gegen die Buccaneers konnten die Saints ganze 10 Siege in Folge für sich einfahren. Und auch im Rest der Saison konnten nur die Dallas Cowboys in Woche 13 und die Carolina Panthers in Woche 17 gegen NO bestehen.

Allerdings wurde auch hier ab Woche 13 klar, dass die Saints durchaus verwundbar und schlagbar sind. Die Spiele wurden träger und weniger dominant.

Vergleich der Statistiken

Los Angeles Rams
New Orleans Saints
527Erzielte Punkte524
4.507Passing Yards4.325
2.231Rushing Yards2.162
19Verlorene Turnover17
384Zugelassene Punkte367
3.780Zugelassene Passing Yards4.503
1.957Zugelassene Rushing Yards1.332
30Gewonnene Turnover26

Wir sehen, dass die Statistiken hier sehr ähnlich sind. Was den Rams in der Defens des Laufes fehlt, fehlt den Saints gegen die Pässe.

Was ist diesmal anders als in Woche 9?

Offensiv

Jared Goff: Unser junger Quarterback hat dazu gelernt. Er hat gelernt, dass er auch mit Druck umgehen können muss. Dass die O-Line nicht alles abblocken kann und er nicht immer seine Ruhe hat. Durch die Spiele nach der Byeweek wurde er mit dieser Thematik gerade durch die Bears konfrontiert. Und das war gut, denn so konnte er an sich arbeiten. Gegen die Cowboys hatte er nur wenige Momente in denen er unter Druck stand, jedoch konnte man schon erkennen, dass er nicht mehr so überhastet reagiert, wie vor ein paar Wochen

Runningbacks: CJ Anderson ist als neues Arbeitspferd hinzugekommen und hat bewiesen, dass er sich bei uns wohl fühlt. Trotz der Abwesenheit von Todd Gurley II konnte er am Ende der Saison überzeugen und sich beweisen. Auch im Spiel gegen die Cowboys wurde klar gezeigt, dass er eine perfekte Ergänzung ist. Zusätzlich ist Gurley wieder fit und er ist hungrig. Gegen die Cowboys wurden stolze 273 Yards gelaufen!

Wide Reciever und Tight Ends: Reynolds hat sich eingelebt. Woods spielt die beste Saison seiner Karriere und Cooks hält die Corner Backs in Trab. Und genau dort ist eine Schwäche der Saints. Die secondary ist neben Lattimore anfällig für das Passspiel. Und hier können wir punkten. Die Tight Ends Everett und Higbee sind derzeit kaum genutzt. Lediglich Higbee wird von Zeit zu Zeit angespielt. Ich denke, hier könnte uns noch eine Überraschung bevorstehen, da diese unter dem Radar laufen.

O-Line: Die Jungs, die das alles erst möglich machen. Dallas konnte nur VIER MAL Goff angreifen. Die Gaps, die für unsere Runningbacks generiert wurden waren riesig. Und wenn das Laufspiel funktioniert und gefährlich bleibt, kann auch das Passspiel etabliert werden.

Kicker: Greg Zuerlein ist zurück und wird abliefern.

Defensiv

D-Line: Über Donald muss man glaube ich nichts mehr sagen, er ist ein Ausnahmetalent und konnte sich von Woche zu Woche steigern. Brees muss zittern. Doch über Suh muss man definitiv reden. Er zeigte gegen Dallas eineDominanzz, die man während der Saison zwar erwartet, größten Teils aber vermisst hat. 4 Tackles, davon ein Tackle for Loss und 2 Quaterback Hits. Zwar keinen Sack, allerdings diesmal auch keinerlei Flaggen und das ist der springende Punkt.

Corner Backs: Aqib Tablib ist wieder fit. Nach einem Knöchelbruch fehlte er die meiste Zeit der Saison. Doch er ist wieder fit. Und das spürt man. Mit Talib wird Peters deutlich entlastet. Er bringt Ruhe in das Backfield.

Tackling: Ein riesiges Problem war aus meiner Sicht, in der regulären Saison, das Tackling, welches zu schlechten Runstops geführt hat. Hier hat sichvor allemm das Backfield der Defensive extrem verbessert. Hin und wieder bricht zwar noch etwas durch, allerdings nicht mehr so auffällig wie in den ersten zwei Dritteln der Saison. So konnte man auch einen Ezekiel Elliott letztes Wochenende erfolgreich stoppen.

Keys to Victory

Zusammenfassend lässt sich folgendes Festhalten:

  • Goff darf keine Nerven zeigen
  • Gurley und Anderson müssen Druck aufbauen
  • Thomas muss durch Talib kontrolliert werden
  • Kamara muss nach innen gezwungen werden
  • Wir sind gesünder als die Saints (Peat, Rankins, Kirkwood etc). Die daraus entstehenden Schwächen müssen ausgenutzt werden

Alle Angaben sind ohne Gewähr und spiegeln die Meinung des Autors wider. Du siehst das anders? Es wurde Mist gebaut und irgendwelche Angaben stimmen nicht? Schreib es doch in die Kommentare!

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Casti

Ich bin Jahrgang 87 und Fan der Rams seit ca 2013. Ich komme aus dem Großraum Stuttgart und bin tätig als Buchhalter für eine Onlinedruckerei. Seit 2018 betreiber der Twitterseite @LARamsGermany und der Fanclubseite ramily.de und teil des Vorstandes.

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