Kevin O'Connell verlässt die Rams

Die Beat Writer und NFL Insider pfiffen es schon von den Dächern, aber aufgrund der NFL-Regeln durfte es nicht offiziell gemacht werden: Rams Offensive Coordinator Kevin O'Connell verlässt die Rams als Super Bowl Champion in Richtung Minnesota, um bei den Vikings neuer Headcoach zu werden.

O'Connell gehörte lange zu den vier Finalisten für den Job, die aus seinem Coordinator-Kollegen bei den Rams, Raheem Morris sowie Patrick Graham, dem Defense Coordinator der Giants, und dem Headcoach der Univerity of Michigan Jim Harbaugh, bestanden. Am Ende entschieden sich die Vikings für den jungen O'Connell, welcher nun der zweitjüngste Headcoach in der NFL (nach Sean McVay) wird.

Wenn die Geschichte es mit O'Connell genauso gut meint wie mit bisherigen jungen Koordinatoren, die mit McVay gecoacht haben, dann spricht das ausdrücklich für zukünftigen Erfolg. Diesen Erfolg haben ihm bereits Brandon Staley (Headcoach LA Chargers), Zac Taylor (Headcoach Bengals) und Matt LaFleur (Headcoach Packers) vorgemacht. Alle waren im Coaching Team von Sean McVay und wurden nach und nach zu Headcoaches der jeweiligen Teams.

O'Connell, der in dritten Runde des NFL Drafts 2008 als vermeintlicher Backup von Tom Brady von den New England Patriots gedraftet wurde, hatte insgesamt eine kurze NFL Karriere. Bereits 2012 war seine Karriere schon wieder zu Ende, ehe er 2015 die Laufbahn als Coach startete.
Er begann 2015 als Quarterback-Coach der Cleveland Browns. 2016 gehörte er dem Coaching Staff der 49ers an und arbeitete hier mit dem neuen General Manager der Vikings, Kewsi Adofo-Mensah, zusammen. Wiederum ein Jahr später stellte ihn das Washington Football Team (damals noch unter anderen Namen spielend) als Quarterback-Coach ein. Hier trainierte er den späteren Vikings-QB Kirk Cousins. Diese beiden Verbindungen waren am Ende sicherlich auschlaggebend dafür, dass sich die Vikings für Kevin O'Connell als ihren neuen Headcoach entschieden haben.

Kevin O'Connell wird eine Vikings-Offense übernehmen, die am Ende der Regular Season auf einem respektablen 12. Platz rangierte, der es am Ende aber an Konstanz mangelte und die in engen Spielen mit Quarterback Kirk Cousins zu oft versagte. Das ist ein Teil der Gleichung, der die Vikings von einem größeren Teamerfolg abgehalten hat. Unter dem Ex-Headcoach Mike Zimmer schafften die Vikings in allen acht Spielzeiten mindestens sieben Siege, was schließlich aber nur für drei Playoff-Teilnahmen reichte.
Nun liegt es also an O'Connell, die Vikings in neue Höhen zu führen. Dafür wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.

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