Los Angeles Rams @ New Orleans Saints – Review NFC Championship Game

LA Rams 26 : 23 NO Saints

Nachdem man in der Divisional Round die Cowboys durch ein überragendes Running-Game schlagen konnte, ging es also als nächstes zu den Saints nach New Orleans. Schon im Vorfeld war klar, dass die Rams in diesem Spiel eine Außenseiterrolle einnehmen werden.

Erste Halbzeit

Die Rams hatten Kickoff wodurch die Saints Offense um Quarterback Drew Brees den Anfang machten. Brees gelang es, seine Offense über das Feld zu führen, jedoch konnte TE Dan Arnold bei 3rd & 7 den Pass von Brees in der Endzone nicht unter Kontrolle bringen, wodurch Kicker Will Lutz durch ein 37YD Fieldgoal den Saints erste Punkte bescherte.

Für die Rams verlief der Start ein wenig holprig. Nachdem Gurley bei 2&3 für Raumverlust getacklet wurde, musste man beim anschließenden 3rd Down werfen. Goff warf einen kurzen Checkdown-Pass auf Gurley, dieser konnte den Ball allerdings nicht festhalten, wodurch der Ball von Demario Davis intercepted wurde. Die Saints konnten daraufhin ihren zweiten Drive in exzelenter Feldposition starten. Allerdings gelang der Offense, dank einer guten Defensivleistung der Rams, kein neues First-Down, wodurch Kicker Will Lutz aus 29YD die Führung der Saints auf 6:0 erhöhte.

An die gute Leistung der Defense konnte die Offense allerdings nicht anknüpfen. Goff überwarf Woods bei 3rd & 8, sodass Johnny Hekker zum ersten mal im Spiel punten musste. Die Saints konnten sich daraufhin wieder tief in die Rams-Hälfte vorarbeiten. Eine unnötige Strafe von DE Michael Brockers bei 4th & 2 hielt den Drive der Saints Saints am Leben, worauffhin Brees seinen TE Garrett Griffin in der Endzone fand, wo Johnson und Peters in Coverage nicht gut aussahen, und so für dein ersten TD des Spiels sorgte.

Im anschließenden Drive konnte die Rams Offense wieder kein neues First Down erzielen, wodurch Punter Johnny Hekker wieder zum Einsatz kam. Anstatt den Ball zu Punten, bewiesen McVay und Fassell Mut und entschieden für einen Fake-Punt, Hekker fand CB Sam Shields für 12yd, woraufhin der Drive der Rams am Leben gehalten wurde. Man konnte sich daraufhin in die Hälfte der Saints vorarbeiten und durch ein FG von K Greg Zuerlein die ersten Punkte ergattern.

Nachdem auf beiden Seiten gepuntet wurde, bewies die Rams Defense ihre Qualität, Suh konnte Brees 2 mal zu Boden bringen, wodurch die Rams mit 2 Minuten auf der Uhr nochmal den Ball erhielten. Goff konnte die Offense mit sehenswerten Pässen an die 5YD Linie der Saints führen, woraufhin Gurley den ersten Touchdown für die Rams zum 10:13 erziehlen konnte.

Zweite Halbzeit

Das dritte Quarter begann mit einem 3&out der Rams. Die Saints marschierten wieder übers Feld, Brees bediente TE Taysom Hill mit einem Screen Pass, welcher zum zweiten Touchdown der Saints führte und die Führung der Saints auf 10:20 erhöhte. Die Rams ließen sich davon nicht beindrucken, nach einem schönen Drive fand Goff TE Tyler Highbee völlig frei in der Endzone zum 17:20.

Aus den nächsten beiden Drives konnten beide Mannschaften kein Kapital schlagen, woraufhin auf beiden Seiten gepuntet wurde. Nachdem CB Nickell-Robey Coleman Brees bei 3rd & 17 beinahe intercepted hätte, mussten die Saints auch im nächsten Drive punten. Die Rams hatten also die Chance, mit 10 Minuten auf der Uhr, im vierten Quarter für den Ausgleich oder die Führung zu sorgen. Mit 2 schönen Pässen von Goff auf TE Gerald Everett und WR Josh Reynolds für jeweils 39 bzw. 33 YD marschierten die Rams übers Feld. Es gelang allerdings nicht, in die Endzone vorzudringen, RB CJ Anderson wurde beim 3rd Down kurz vor der Goal Line von der Saints Defense gestoppt, wodurch HC Sean McVay die Field-Goal Unit um Kicker Greg Zuerlein aufs Feld schickte. Ein nicht ganz unumstrittener Call, da den Rams nur ein halbes Yard zum Touchdown gefehlt hätte. Man entschied sich allerdings für die sichere Variante, Greg Zuerlein verwandelte das Field-Goal und es stand 20:20 mit 5 Minuten auf der Uhr.

Im nächsten Drive der Saints bewies Drew Brees seine Klasse und bediente WR Ted Ginn JR tief für 43 YD. Die Saints waren also an der 13 YD Line der Rams mit noch 2 Minuten auf der Uhr und zwei Timeouts seitens der Rams. Ein neues First Down hätte den Saints wohl den sicheren Sieg beschert, von daher musste die Defense einen Stop erziehlen. Nach einem Incomplete Pass von Brees und einem Lauf ohne Raunmgewinn von Alvin Kamara waren die Saints also gezwungen, bei 3rd & 10 zu passen. Dieser suchte WR Tommylee Lewis, welcher allerdings, durch einen Hit von Coleman keine Chanche hatte, an den Ball zu kommen. Die Rams hatten hier ein rießen Glück, der Hit von Coleman war ganz klar regelwiedrig, hätten die Referees hier eine Pass Interference für ein neues First-Down der Saints gecallt, wäre das Spiel wohl zugunsten der Saints entschieden worden. Da dies allerdings nicht der Fall war, bekamen die Rams den Ball mit 1:44 auf der Uhr und einem Timeout zurück. Nun lag es an der Offense um QB Jared Goff, zumindest in Field-Goal Range zu kommen, um das Spiel in die Overtime zu bringen. Goff bewies Nervenstärke und führte die Rams zur 30YD Line der Saints. Zuerlein bewies anschließend, dass er zu den besten Kickern der NFL gehört und verwandelte aus 48YD zum Ausgleich, was bedeutete, dass das Spiel in Overtime ging.

Der anschließende Coin-Toss wurde von den Saints gewonnen, was bedeutete, dass diese mit einem TD das Spiel für sich entscheiden hätten können. Allerdings sorgte die Rams Defense für ein Big Play: OLB Dante Fowler JR schlug seinen Gegenspieler und konnte den Pass von Brees ablenken, sodass dieser von John Johson an der 46YD Line der Rams intercepted wurde.

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Die Rams benötigten im anschließenden Drive also nur ein Field-Goal, um zum ersten Mal seit 2002 in den Superbowl einzuziehen. Der Offense gelang es, zur 40YD Line der Saints vorzumarschieren, wodurch Greg Zuerlein die Chance hatte, aus 57YD den Einzug in den Superbowl perfekt zu machen. Mit einem überragenden Kick konnte dieser verwandeln, brachte den Superdome zum schweigen und lies die Herzen aller Rams Fans höher schlagen. Die Rams konnten also das Spiel für sich entscheiden und spielen am 03.02.2018 im Superbowl gegen die New England Patriots, welche sich gegen die Kansas City Chiefs 37:31 durchsetzen konnten.

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Fazit

Was natürlich als erstes hängen bleibt ist die nicht gegebene Flagge im vierten Quarter für die Saints. Dies frustierte natürlich (zurecht) Spieler, Fans und Coaches der Saints, da es mit einer Flagge keine Overtime gegeben hätte. Allerdings gab es im Vorfeld auch einige Calls zugunsten der Saints, z.B. wurde eine Facemask an Goff beim FG-Drive im vierten Quarter übersehen, eine Flag hätte eventuell zum TD der Rams geführt. Dennoch ist so eine Entscheidung in so einem wichtigen Spiel nicht vertretbar.

Spielerisch konnten die Rams auf jeden Fall defensiv glänzen. Man konnte gegen einer der besten Offensiven der Liga mehrere Stops und sogar eine Interception erziehlen. Big-Plays, wie z.B. der 72YD TD von Michael Thomas in der Begegnung der Regular Season konnten zum großen Teil verhindert werden. Vorallem die Laufverteidigung muss hier positiv erwähnt werden, man konnte eines der besten RB-Duos der Liga bei 31YD für Ingram, bzw 15YD für Kamara halten. Wie auch gegen die Cowboys machen die Rams gegen den Lauf einen guten Job. Auch Reciever Michael Thomas hatte man unter Kontrolle, dieser erziehlte einen Raumgewinn für 38YD.

Offensiv fand man anfangs Recht schwer ins Spiel. Jedoch konnte sich die Offense im Laufe des zweiten Quarters und sorgte des Spiels immer wieder für größere Raumgewinne. Auch QB Jared Goff konnte sich im Vergleich zu den letzten Spielen steigern und lieferte einige sehenswerte Pässe ab und bewies in kritischen Situationen immer wieder Nevenstärke, wodurch es den Rams möglich war, das Spiel zu gewinnen. Er warf insgesamt für 295YD ,1 TD und 1 INT, welche allerdings auf die Kappe von Todd Gurley ging. Auch WR Brandin Cooks hatte gegen seine Ex-Mannschaft einen guten Tag, er konnte 7 Bälle für 107YD fangen. Der Leading Rusher der Rams war RB CJ Anderson, welcher 16 Mal für 44 YD lief. RB Todd Gurley erhielt überraschend wenige Snaps, er erlief nur 10YD in vier versuchen. Es wurde spekuliert, dass er aufgrund einer Verletzung geschont wird, bestätigt ist allerding noch nichts. Auch die Offensive-Line präsentierte sich wieder in bestechnder Form und ließ im ganzen Spiel nur einen Sack zu.

Die Special Teams um Kicker Greg Zuerlein und Punter Johnny Hekker waren schlichtweg überragend. Hekker legte mit seinem FakePunt den Grundstein für die ersten Rams Punkte, Zuerlein verwandelte alle 4 FG und besiegelte Schlusssendlich auch den Einzug in den Superbowl.

Die Rams ziehen also in den Superbowl ein. Aufgrund den Fehlentscheidungen der Refs bleibt zwar ein fader Beigeschmack, allerdings lieferte die Mannschaft trotzdem ein grandioses Spiel ab und ist nun einen Sieg vom Titel entfernt.

Man of the Match: Kicker Greg Zuerlein 4/4 FG 57 Long 2/2 XP

Statistiken

 LANO
Total Yards378299
Passing Yards301242
Rushing Yards7748
Average Yards per Play5,604,50
Points Scored2623
Fumbles Lost00
Interceptions Thrown11
Sacks Allowed12
3rd Down Efficiency37%42%
Time of Possession32:3630:41
Penalties73

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Rune

Wurde Rams Fan, nachdem ich den Season-Opener 2016 im Stadion gesehen habe und werde Casti hier als zweiten Vorstand unterstützen :)

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